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Neuigkeiten im Berufsleben |1.10.2026

Endlich Urlaub: Warum richtiges Abschalten so wichtig ist

PP

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Ob Sommerurlaub, ein paar Tage in den Herbstferien oder die freie Zeit zwischen den Jahren: Urlaub soll Kraft geben. Doch Abschalten im Urlaub gelingt längst nicht jedem. Wir zeigen, warum echte Erholung mehr braucht als freie Tage, was die Forschung dazu sagt und wie wir bei Pro Personal unser Team dabei unterstützen.

In Nordrhein-Westfalen stehen vom 17. bis 31. Oktober 2026 die Herbstferien an. Für viele Familien in OWL ist das die letzte längere Auszeit vor dem Jahresendspurt. Auf dem Papier stehen die Chancen auf Erholung gut: Beschäftigte in Deutschland haben laut Statistischem Bundesamt im Schnitt Anspruch auf 28,3 Urlaubstage im Jahr, also mehr als fünf freie Wochen. Der gesetzliche Mindestanspruch liegt nach dem Bundesurlaubsgesetz bei 24 Werktagen.

Die Realität sieht bei vielen Beschäftigten anders aus. Eine Auswertung des DGB-Index Gute Arbeit kam zu dem Ergebnis, dass jeder dritte Beschäftigte zumindest teilweise auf Urlaubstage verzichtet und stattdessen weiterarbeitet. Gerade im Herbst wird das zum Thema: Wer noch Resturlaub hat, sollte ihn jetzt einplanen, statt ihn kurz vor Jahresende verfallen zu lassen.

Denn wer freie Tage nicht nimmt, verschenkt nicht nur Zeit, sondern auch ein Stück Gesundheit. Erholung ist kein Luxus, sondern die Voraussetzung dafür, dauerhaft leistungsfähig und gesund zu bleiben.

Auch wer tatsächlich verreist, schaltet selten vollständig ab. Eine repräsentative Umfrage des Digitalverbands Bitkom zeigt, dass 66 Prozent der Berufstätigen im Urlaub beruflich erreichbar sind. Fast sechs von zehn Befragten gehen davon aus, dass ihre Vorgesetzten genau das erwarten, die Hälfte vermutet diese Erwartung bei Kolleginnen und Kollegen. Nur ein knappes Drittel schaltet dienstliche Anfragen im Urlaub komplett aus. Bei den 50- bis 64-Jährigen sind sogar fast drei Viertel erreichbar, bei den Jüngeren gut die Hälfte.

Wie sehr diese ständige Erreichbarkeit an der Erholung nagt, zeigt eine Studie der Pronova BKK:

  • 64 Prozent der Beschäftigten erhalten während ihres Haupturlaubs Anrufe, Mails oder Nachrichten aus dem Job, im Schnitt mehr als zwei pro Abwesenheit.
  • Junge Beschäftigte zwischen 18 und 29 Jahren trifft es mit rund vier Anfragen fast doppelt so oft.
  • Fast jeder dritte Betroffene hält diese Störungen für unnötig, weil Kolleginnen und Kollegen die Fragen hätten klären können.
  • 43 Prozent fühlen sich nach dem Urlaub schlecht bis mittelmäßig erholt, sechs von zehn waren schon vor Urlaubsbeginn stark belastet.

Die Erholungsforschung liefert dazu klare Erkenntnisse. Echte Erholung stellt sich meist erst zwischen dem dritten und vierten freien Tag ein, wenn der Kopf den Arbeitsmodus wirklich verlassen hat. Ein bis zwei Wochen Urlaub am Stück gelten deshalb als ideal, um einen nachhaltigen Effekt zu erzielen.

Genauso wichtig ist die Rückkehr. Wer erst am Abend vor dem ersten Arbeitstag nach Hause kommt, verschenkt wertvolle Ankommenszeit. Fachleute empfehlen ein bis zwei Puffertage, denn der Erholungseffekt hält ohnehin nur etwa zwei Wochen an und schwindet umso schneller, je mehr Stress direkt nach der Rückkehr wartet.

Erholung beginnt schon vor der Abreise. Diese Punkte helfen, im Urlaub wirklich abzuschalten, egal ob im Sommer oder in den Herbstferien:

  1. Saubere Übergabe: Offene Aufgaben, Ansprechpartner und Fristen schriftlich festhalten.
  2. Feste Vertretung: Eine Person benennen, die Entscheidungen treffen darf, damit Rückfragen gar nicht erst bei dir landen.
  3. Klare Abwesenheitsnotiz: Zeitraum, Vertretung und Rückkehrdatum nennen. Keine Formulierung wie „eingeschränkt erreichbar“.
  4. Notfälle definieren: Mit dem Team vorher klären, was wirklich ein Notfall ist. Alles andere wartet.
  5. Benachrichtigungen aus: Dienstliche Mails und Chats auf dem Handy pausieren oder das Diensthandy ganz ausschalten.
  6. Ruhiger Wiedereinstieg: Einen Puffertag einplanen und den ersten Arbeitstag ohne volle Terminkette starten.

Bei Pro Personal ist uns die Gesundheit unseres Teams wichtig, weit über den gesetzlichen Rahmen hinaus. Mit unserem systematischen Arbeitsschutz, unserer betrieblichen Krankenversicherung und unserem Gesundheitsmanagement schaffen wir Strukturen, die echte Erholung erst möglich machen.

Dazu gehört für uns eine Kultur, in der Urlaubszeit tatsächlich Urlaubszeit bleibt: Vertretungen sind geregelt, Übergaben haben ihren festen Platz und das Diensthandy darf im Urlaub ausgeschaltet bleiben. Das gilt für unser internes Team genauso wie für die Absprachen mit unseren Kundenunternehmen, damit auch unsere Mitarbeitenden im Einsatz ihren Urlaub planbar nehmen können.

Wir wünschen unserem gesamten Team, unseren Kunden und allen Familien in OWL erholsame Herbstferien. Tankt neue Energie und kommt gut erholt zurück, denn ausgeruhte Mitarbeitende sind der Grundstein für unseren gemeinsamen Erfolg.